Moin, Moin!

Papa!

(Papa!) Komödie von Pierre Chesnot
Deutsch von Wolfgang Kirchner
Niederdeutsch von Arnold Preuß

4 D, 3 H, 1 Dekoration

Frei zur UA 

Rechte: Theaterverlag Desch, niederdeutsch: Theaterverlag Mahnke, Verden (Aller)

Paul Rosenberger, 73, bereitet sich gerade auf seine dritte Hochzeit vor, da erscheint das Ehepaar Gisbert und Marianne Gossmann in seinem Haus und verkündet ihm, dass Gilbert sein Sohn ist. Vor über 50 Jahren war Paul mit einem Freund auf einer Fahrradtour im Gasthaus der Gossmanns abgestiegen und hatte unwissentlich die schöne Wirtstochter geschwängert. Doch damit nicht genug. Der mittlerweile 55-jährige, herzkranke und sich bereits in Pension befindliche Sohn hat selbst zwei Kinder. Als Selina, seine Tochter und ihres Zeichens Vollblutkosmetikerin, auf den Plan tritt wird schnell klar – sie erwartet Nachwuchs. Vom vitalen Bräutigam zum Urgroßvater innerhalb einer knappen Stunde, dieser Schock ist für alle Beteiligten, insbesondere für Daniela, Pauls Verlobter und Ramona, seine Tochter, nicht leicht zu verdauen. Zumal nun auch noch die Vorbereitungen für die Hochzeitsessen ins Schwanken geraten. Die Vorspeise ist während des Transports verdorben, das Brautkleid nicht fertig genäht und der Blumenstrauß lässt auf sich warten. Marianne, die schlagfertige Frau Gisberts, lässt ohnehin keinen Zweifel daran, warum man so erpicht auf diese späte Vaterschaft ist. Mit einem Erbteil hätten sie für den Rest ihres Lebens ausgesorgt. Kurz bevor die Stimmung ins Bodenlose zu kippen droht, erscheint Martin Bauer, jener beste Freund, mit dem Paul damals die Fahrradtour unternahm und durch dessen Hinweis die Gossmanns überhaupt Pauls Adresse bekamen. Ein kleines Detail, welches Marianne ganz ungeniert ausplaudert, bringt abermals eine unerwartete Wendung, so dass sich am Schluss doch (fast) alle über die späten Vaterfreuden und auf das bevorstehende Hochzeitsfest freuen.

Pierre Chesnot gelingt mit Papa erneut eine flotte und fröhliche Komödie, die alles einlöst, was sie verspricht. Unterhaltung vom Feinsten und ein potentieller Lachgenuss für jeden Zuschauer.

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Arnold Preuß
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